Kostbare Arktis schützen!

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Am 'Global Day of Action' protestieren Greenpeace-Aktivisten aus Potsdam an einer Shell-Tankstelle gegen Ölbohrungen in der Arktis und den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Als Teil eines deutschlandweiten Aktionstages bekleben Aktivisten in mehr als 45 Städten die Zapfsäulen und Werbetafeln an den Tankstellen mit Protest-Labels. Auf diesen steht die Kernbotschaft: "Die Arktis ist zu kostbar, um den Klimawandel weiter anzuheizen!", damit wird auf den aktuellen Werbeslogan des Unternehmens, das Leben sei zu kurz, um Benzinpreise zu vergleichen, gekontert.

2 Grad Celsius-Ziel nur erreichbar wenn die Ölreserven in der Arktis unangetastet bleiben

In einer aktuellen Studie sagen Wissenschaftler deutlich, dass das Ziel den Temperaturanstieg auf unter 2 °C zu limitieren nur erreichbar sein kann, wenn die Ölreserven aus dem Arktischen Ozean im Boden bleiben (http://bit.ly/1xSAdNZ). Shell jedoch hat sich im Jahr 2012 erstmals auf den Weg gemacht die Ölreserven mit Probebohrungen zu erkunden. Diese umstrittenen Pläne scheiterten wegen fehlenden Genehmigungen, Verstößen gegen Sicherheits- und Umweltauflagen, widrigen Wetterverhältnissen und gescheiterten Testläufen des Notfallequipments. Außerdem kam es sogar zu schwerden Unfällen. Die "Kulluk"-Bohrplattform lief während eines Sturms auf Grund und das Bohrschiff "Noble Discoverer" riss sich los und havarierte fast. Auch die diesjährigen Pläne verliefen nicht nach Plan und unter anderem hat sich der Eisbrecher "Fennica" auf dem Weg zur Bohrselle einen ein Meter langen Riss in der Außenhülle zugezogen. 

Diese Vorkommnisse machen deutlich, es ist im Arktischen Ozean wesentlich schwerer der Lage Herr zu werden und es besteht eine erhöhte Gefahr, dass es zu einem schweren Ölunfall kommt. Und falls ein Unfall eintritt, ist es unter den schweren und schnell wechselnden Wetterverhältnissen und Stürmen besonders Aufwendig diesen zu bekämpfen. Das US Geological Survey weist darauf hin, dass es bis heute keine umfassenden Methoden gibt, Öl aus mit Eis bedeckten Gewässern zu beseitigen.

Ölbohrungen in der Arktis bergen unkalkulierbares Risiko

Shells Ölbohrungen in der Arktis bergen zudem ein unkalkulierbares ökologisches Risiko. Die US-Regierung schätzt die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen größeren Ölunfall auf 75 Prozent, wenn Shell vor der Küste Alaskas Öl findet und diese Quelle innerhalb der kommenden Jahrzehnte ausschöpft. (http://1.usa.gov/1FgAjPM) Ein solcher aber hätte in der sensiblen Region, in der ausgelaufenes Öl kaum geborgen werden kann und sich extrem langsam abbauen würde, katastrophale Umweltfolgen. Greenpeace kämpft seit Jahren dafür, dass Ölbohrungen in arktischen Gewässern verboten werden.

Publikationen

Weiterführende Links

Seite des 'Global Day of Action'
Weitere Fotos der Aktion auf Flickr
Aktionen des 'Global Day of Action' unter dem Twitter-Feed #ActionsForClimate
Kampagnenseite "Schützt die Arktis!" von Greenpeace