Gedenken an Tschernobyl

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32 Jahre nach dem Atomunglück in Tschernobyl sind die Spuren der Katastrophe immer noch spür- und messbar. Menschliches Versagen führte am 26. April 1986 zum Gau in Tschernobyl. 25 Jahre später folgte Fukushima.

Anlässlich des Tschernobyl-Jahrestags erinnerten Greenpeace Aktivist*innen am 26. April 2018 vor dem Brandenburg Tor in Potsdam an die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Ursache der Reaktorkatastrophe war eine Kombination aus Schwachstellen des russischen Reaktors und Fehlern des Personals bei einem Sicherheitstest. Die enorme Menge freigesetzten radioaktiven Materials verseuchte weite Teile Europas. Zehntausende Menschen starben vor Ort und in den verstrahlten Gebieten.

Selbst 32 Jahre später sind die Folgen noch immer nicht zu überblicken.

Schätzungen gehen von hunderttausend Todesfällen und mehreren hunderttausend Krankheitsfällen und Evakuierungen aus. Atomkraft fordert viele Opfer, die Gefahr eines Atomunfalls besteht jederzeit - so lange noch Atomkraftwerke laufen.

 

Im Rahmen des Protestes gegen Atomkraft bekundeten die Aktivist*innen und Passant*innen ihre Solidarität für die 8 in Frankreich verurteilten Atomkraftaktivist*innen. Nach einer Aktion im französischen Atomkraftwerk Cattenom (2017) wurden mehrere Greenpeace Aktivist*innen in Frankreich verurteilt, teilweise zu Haftstrafen, weil sie auf Sicherheitsrisiken der AKW Cattenom und Cruas hingewiesen haben. Doch eine weitaus größere Gefahr als gewaltfreie Demonstrant*innen ist die Anfälligkeit der Atomkraftwerke.

Die Risiken der Atomkraft müssen aufgedeckt werden: Wir sind alle betroffen! Greenpeace-Aktivist*innen gehören nicht ins Gefängnis.

La place des militantes et militants de Greenpeace n'est pas en prison!

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