Greenpeace beim Naturfest

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Am Sonntag beteiligte sich Greenpeace Potsdam am Brandenburger Naturfest auf der Freundschaftsinsel, welches vom NaturSchutzFonds Brandenburg organisiert wurde, mit einem bunten Mitmach- und Informationsangebot zu verschiedenen Umweltthemen. Am Stand konnten sich die Älteren beispielsweise den Greenpeace-Fischratgeber einstecken oder sich über die Situation der Bienen oder der deutschen Buchenwälder informieren.

Der Schwerpunkt lag jedoch auf dem Thema Braunkohle, welches in Brandenburg seit dem Beschluss des neuen Tagebaus Welzow-Süd II Anfang Juni dieses Jahres durch die rot-rote Landesregierung aktueller ist denn je. Auch Brandenburgs Umweltministerin und Stiftungsratsvorsitzende des NaturSchutzFonds Anita Tack, welche das Naturfest eröffnete, hatte für den weiteren Braunkohleabbau bis über das Jahr 2060 hinaus gestimmt. Sichtlich angespannt war sie daher, als sie bei dem Rundgang über das Fest an unserem Becken mit verockertem Spreewasser vorbeikam. Dieses ist nämlich eine Spätfolge der Braunkohletagebaue. Mit neuen Tagebauen wird das Problem daher für die nächsten Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte weiter fortbestehen - ganz zu schweigen von der katastrophalen Klimaschädigung durch die Verbrennung der Braunkohle und die Umsiedelung ganzer Dörfer für den schmutzigsten aller Energieträger.

Braune Spree zum Anfassen

Auch viele Besucher des Festes waren sehr interessiert und besorgt über die rostrote Brühe, von der sie bereits aus den Medien gehört hatten. Viele zeigten sich auch motiviert, sich an der ersten internationalen Anti-Kohle-Kette am 23. August zu beteiligen. Diese soll vom polnischen Dorf Grabice über die Neiße bis nach Kerkwitz in Brandenburg reichen. Beide Orte drohen weiteren geplanten Tagebauen zum Opfer zu fallen.

Während dessen konnten die jüngeren Besucher des Festes sich auf angenehmere Weise die Zeit vertreiben: Die Buttonmaschine stand selten still und das Dosenwurfspiel "Vattenfall aus der Lausitz werfen" erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit. Das schwül-heiße Wetter hatte wohl leider einige Menschen von der Freundschaftsinsel ferngehalten, aber glücklicherweise kam das Gewitter erst nachdem das Fest um 18 Uhr zu Ende gegangen war. 

Weiterführende Links

Mehr Fotos in unserem Flickr-Album
Anti-Kohle-Kette auf den Seiten der Klinger Runde

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