Klimanotstand in Brandenburg

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Am heutigen Freitag soll in der Brandenburger Landtagssitzung in Potsdam darüber entschieden werden, ob in Brandenburg der Klimanotstand ausgerufen werden soll. Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace Potsdam sind vor Ort, um die Angelegenheit mit Nachdruck zu unterstützen. Sie fordern die rot-rote Landesregierung mit ihrem Banner „Klimanotstand jetzt! Brandenburg - es kann so einfach sein“ auf, den Klimawandel mit seinen verheerenden Auswirkungen ernst zu nehmen und endlich wirksame Maßnahmen einzuleiten, um diesen abzuwenden.

„Brandenburgs rot-rote Landesregierung kann nun endlich zeigen, ob es sich dem Klimaschutz ehrlich verpflichtet und das Land in eine nachhaltige Zukunft führt, gemäß dem neuen Leitspruch ‚Brandenburg - es kann so einfach sein‘“, sagt Tobias Reimann, Klimaexperte von Greenpeace Potsdam. „Städte wie beispielsweise Konstanz oder Münster haben es vorgemacht und Brandenburg kann sich heute anschließen und als erstes Bundesland mit gutem Beispiel vorangehen und den Klimanotstand ausrufen.“

Dramatische Klimawandelfolgen in Brandenburg

In den vergangenen Jahren nahmen Hitze, Trockenheit, Waldbrände und Unwetter mit Starkregen auch in Bandenburg immer mehr zu. Die jüngsten Ereignisse in den Wäldern nahe Jüterbog sowie der starke Gewittersturm am Dienstag, legten erst kürzlich wieder Zeugnis davon ab. Daher soll nun im Landtag darüber entschieden werden, ob in Brandenburg der Klimanotstand ausgerufen werden soll. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat dazu einen Antrag „Klimanotstand anerkennen - Klimakrise bekämpfen“ im Parlament eingereicht. In Folge reagierte die rot-rote Koalition (SPD und die Linke) sowie die CDU mit eigenen Anträgen.

Den Klimanotstand auszurufen würde bedeuten, dass daraufhin alle Entscheidungen und Beschlüsse, die der Landtag Brandenburg trifft, immer den Aspekt des Klimawandels berücksichtigen müssen. So sollten bspw. CO2-Emissionen gesenkt bzw. neue vermieden werden, oder auch Eingriffe in die Landschaft, welche die ökologische Vielfalt bedrohen würden, verhindert werden. „Wichtig ist jetzt, dass die in den Anträgen enthaltenen Strategien schnellstmöglich in Landesgesetze gegossen werden. Dies müssen ehrliche und ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen sein, die umgesetzt werden können und die das Ziel des Pariser Klimaabkommens erreichen lassen“, erklärt Reimann.

Weiterführende Links

Flickr-Album mit Fotos von der Aktion

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